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3. März 2019

Digitalisierung

Die Digitalisierung eröffnet uns als Flughafen vielfältige Chancen. Wirtschaftlich und im Sinne der Nachhaltigkeit. In konzernweiten Workshops arbeiten wir daran, sie effektiv zu nutzen – mit der interdisziplinären Design-Thinking-Methode.

Design-Thinking-Workshops

 

Was?

  • In konzernweiten Workshops entwickeln wir seit Frühjahr 2019 Ideen und Projekte, die uns nachhaltig fit für die Zukunft machen.
  • Wir arbeiten interdisziplinär mit der Design-­Thinking-Methode.

Wo?

  • in allen Abteilungen des Hannover Airport, der AGS, ASH und AirIT

Warum?

  • um Change-Projekte wie die Digitalisierung und weitere Nachhaltigkeitsthemen voranzutreiben
  • um alle Abteilungen an der Ideenentwicklung und -umsetzung zu beteiligen

DIGITALISIERUNG NEU DENKEN

Automatisierte Passkontrollen. Online ein­checken. Oder per App die Flugzeiten im Blick behalten. Für Laura Winkler, Mitarbeiterin in der Abteilung Unternehmensentwicklung, eine Selbstverständlichkeit. Denn sie weiß: Die Digitalisierung ist voll im Gange. Das verändert auch das Verhalten der Kunden. Nur wer dies erkennt, ist auch in ­Zukunft noch erfolgreich. Deshalb beteiligt sie sich an abteilungsübergreifenden Workshops. Das Ziel: innovative Ideen entwickeln. Und zukunftsweisende Projekte auf den Weg bringen. Kreativ, interdisziplinär – und mit neuen Arbeitsmethoden.


Laura Winkler


 
 
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Inwieweit muss sich der Hannover Airport weiter digitalisieren?

Die gute Nachricht vorweg: Unser Kerngeschäft bleibt. Denn geflogen wird immer – ob mit oder ohne Digitalisierung. Unser Motto ist deshalb: Fliegen einfach gemacht. Uns geht es darum, die Dinge einfacher und effektiver zu gestalten. Für unsere Passagiere, Besucher, Mitarbeiter und Airline-Kunden. Denn durch die Digitali­sierung wandeln sich Erwartungshaltungen an uns als Flughafen. Zwei Beispiele: Ein ver­ändertes Mobi­litäts­verhalten führt etwa zu ver­änderten Anforderungen an das Parken. Und immer schnellere Prozesse verkürzen die Zeit der Passagiere am Flughafen. Das zeigt, dass wir uns ebenfalls verändern müssen. Deshalb gestalten wir die Digitalisierung aktiv. Die Design-Thinking-Methode bietet allen Mitarbeitern dazu tolle Möglichkeiten.

Worum handelt es sich bei dieser Methode?

Um eine neue Art und Weise, Problemlösungen zu entwickeln. Design Thinking ist eine Arbeitsmethode, um schnell und effizient neue Ergebnisse zu erarbeiten. Ziel ist es, andere Perspek­tiven einzunehmen: die der betroffenen Mitarbeiter. Oder der Kunden. Eingeführt wurden wir in diese Methode an der Leuphana Univer­sität Lüneburg. Es geht hier um unkonventionelle Ansätze und Kreativität. So können Denkprozesse in neue Bahnen gelenkt werden. Der Output ist dabei erstaunlich hoch. Eingesetzt werden kann die Design-Thinking-Methode bei verschiedenen Themen. Ganz besonders hilfreich ist sie, wenn es um Digitalisierungsprozesse geht.

Warum ist die Design-Thinking-Methode beim Thema Digitalisierung die richtige?

Weil die digitale Transformation eine unheimlich komplexe Herausforderung ist. Sie berührt sämtliche Unternehmensbereiche inklusive unserer Tochtergesellschaften AGS, ASH und AirIT. Deshalb muss sie ganzheitlich betrachtet werden. Aus allen Perspektiven. Außerdem müssen wir sie herunterbrechen. Auf Teilprojekte und auf ganz alltägliche Fragestellungen. Wichtig ist dabei eine neue Unternehmenskultur. In den Design-Thinking-Workshops arbeiten wir hierarchielos und interdisziplinär. Verschiedene Ebenen und verschiedene Fachrichtungen zusammen. Für unser erstes Projekt haben sich konzernweit Mitarbeiter mit einem Motivationsschreiben beworben. So kamen verschiedene Expertisen zusammen. Wir konnten Silodenken verhindern. Und Lösungen entwickeln, die aus allen Perspektiven tragfähig sind.

Wie hängen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen?

Das kommt darauf an, wie man Nachhaltigkeit definiert. Aus ökologischer Perspektive denke ich da an die Digitalisierung der Arbeitsplätze. Ein Beispiel: Die Kollegen aus der Buchhaltung ­imple­mentieren gerade ein elektronisches Rechnungsprüfungsprogramm. Folglich sparen wir ­Papier. Fasst man den Begriff jedoch weiter, kann man sagen: Die digitale Transformation ist Voraussetzung, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche konkreten Projekte wurden mit der Design-Thinking-Methode schon angestoßen?

Unser erstes Projekt war die Einrichtung eines Kreativraums – kein reines Digitalisierungsthema. Er soll künftig jedoch eine Art Homebase für die Digitalisierung sein. Und fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit fördern. Ein weiteres Projekt ist der Relaunch unseres Intranets. Hier bringe ich mich als Moderatorin ein. Für mich aus der Abteilung Unternehmensentwicklung ist besonders die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit spannend. Und das Schöne ist: Es ist Raum für ganz unterschied­liche Themen. Vorschläge für Energie- oder Immobilienthemen wurden bereits eingebracht. Es wird nie langweilig.

Einigen bereitet die Digitalisierung Sorgen – wie gehen Sie damit um?

Ich begreife die Digitalisierung als Chance für unser Unternehmen. Wir sollten flexibel sein. Und uns darauf einstellen, dass sich das Arbeiten in den nächsten Jahrzehnten gravierend ver­ändern wird. Unser Kerngeschäftsmodell wird durch digitale Geschäftsmodelle ergänzt. Das kann uns neue Möglichkeiten eröffnen. Und: Der Flughafen bietet den Rahmen dafür, mit­zuhalten. Design Thinking ist dabei ein Baustein in unserem gesamten Portfolio.

 
 
Digitalisierung richtig managen
Für uns ist die Digitalisierung Bestandteil einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie. Die Prozess­koordination liegt deshalb bei der Abteilung Unternehmensentwicklung. Dort bin ich nun seit dem 1. Juli 2019 mit an Bord – als Referentin Unter­nehmensentwicklung, Schwerpunkt Digitalisierung. Eine wirklich spannende Position mit herausfordernden Aufgaben.

Laura Winkler, Referentin Unternehmensentwicklung, digitale Transformation

PAPIER war gestern
Die Digitalisierung eröffnet uns viele Chancen, ­umweltschonender zu agieren. Ein Beispiel: Seit 2018 arbeiten wir daran, An- und Abwesen­heits­belege wie Urlaubsanträge und Zeitkorrekturen digital abzuwickeln. Dadurch sparen wir eine Menge Papier. Auch interne Arbeitsabläufe werden auf Dauer vereinfacht.

Benjamin Waßmann, stellvertretender Personalleiter

 
Digital, smart und effizient
Mobile Vorgangserfassung: Gemeinsam mit der ­Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH arbeiten wir von der AGS an einer Smartphone-App. Damit können wir Sonderleistungen an Luftfahrzeugen direkt digital erfassen.

Uwe Gottwald, Leiter Bereichsinformationsmanagement und IT, Umweltkoordinator (AGS)

GRÜNER ALS SIE DENKEN – NACHHALTIGKEIT MIT NEUEM HORIZONT

Die Digitalisierung wird große Umwälzungen mit sich bringen. Laut der etventure-Studie Digitale Transformation 2018 ­erwartet das zumindest rund die Hälfte aller befragten Unternehmen.* Auch die Luftfahrtbranche ist davon betroffen. Die Design-Thinking-Workshops unterstützen den Hannover ­Airport bei der Umsetzung der Digitalvision und helfen, flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.

*etventure in Zusammenarbeit mit der GfK 2018

 

Sustainable Development Goal

WIR DIGITALISIEREN UNSERE ARBEITSPROZESSE
WIR ENTWICKELN EINE LEBENDIGE INNOVATIONSKULTUR