Digitalisierung
4. März 2019
Arbeitssicherheit
3. März 2019

Sport fördert die Gesundheit. Deshalb motivieren wir unsere Mitarbeiter dazu, aktiv an ihrer Fitness zu arbeiten. Dafür schaffen wir attraktive Sportangebote, auch direkt am Arbeitsplatz. Doch wir bewegen auch die gesamte Region – als Ausrichter von Niedersachsens größtem Lauf-Event.

Fit in a Box

 

Was?

  • Wir stellen unseren Mitarbeitern ein mobiles Fitnessstudio in einem 54 Quadratmeter großen Container zur Verfügung.
  • Es bietet Platz für bis zu fünf Trainierende und einen Trainer.

Wo?

  • am Arbeitsplatz der AGS-Mitarbeiter, direkt auf dem Vorfeld

Warum?

  • um den körperlichen Belastungen der Mitarbeiter durch präventives Training entgegenzuwirken

TRAINING AUF DEM VORFELD

Ist der Weg zum Sport kurz, steigt die Motivation. Das weiß auch Sandra Richter, Bereichsleiterin Human Resources bei der AGS. Warum nicht also das Fitnessstudio direkt zu den Mitarbeitern bringen? Anfang 2019 startete das Pilotprojekt Fit in a Box – auf dem Vorfeld des Hannover Airport. Bislang einzigartig in Deutschland.

Sandra Richter


 
 
AIRPORT AKTIV
Knapp 300 Kollegen beteiligen sich an unserem ­Fitnessprogramm Airport Aktiv. Unser Kooperationspartner: der Firmenfitness-Anbieter Hansefit. Jeder Mitarbeiter kann unzählige Schwimmbäder, Fitnessstudios und Physiotherapiezentren in der ­Region vergünstigt nutzen.

Norman Tacking, Arbeits- und Gesundheitsschutz

 
Ganze Reportage lesen

Wenn sich Sandra Richter aufwärmt, greift sie zum Springseil. Früher beim Boxtraining gehörte das dazu. „Eine alte Gewohnheit“, erzählt sie. Inzwischen sieht ihr Workout jedoch anders aus: Training mit dem eigenen Körpergewicht steht auf dem Programm. Und das bis zu dreimal die Woche. „Ich bin da recht konsequent“, gibt sie zu. Leicht falle ihr die Disziplin aber auch nicht immer. Man müsse den Sport in seinen Alltag integrieren, idealerweise die Sporttasche schon im Auto haben. „Darin liegt der Schlüssel zum Erfolg.“ Die Regelmäßigkeit macht den Unterschied.

Keine Ausreden mehr

Deshalb hat die AGS ein Sportangebot genau dort geschaffen, wo der Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter stattfindet. „Direkt auf dem Vorfeld“,erklärt Sandra Richter. Die Idee: ein Container, ausgestattet als voll funktionsfähiges Fitnessstudio. Einmal angemeldet, steht es jedem Mitarbeiter der AGS sieben Tage die Woche zur Verfügung. Rund um die Uhr. Trainiert werden kann vor der Arbeit, während der Pause oder nach Feierabend. „So lässt sich Sport gut mit unserem Schichtdienst vereinbaren.Da ­gehen einem wirklich die Ausreden aus“, schmunzelt sie.

Vorsorge besser als Nachsorge

Sport sei ein wichtiger Ausgleich, aber auch ein Gesundheitsfaktor. Vor allem für die körperlich arbeitenden Mitarbeiter in der Flugzeugbe- und -entladung. Der Schwerpunkt des Projekts liegt deshalb auf der Stärkung der Rumpf- und Schul­termuskulatur. Fitnesstraining mit präventivem Charakter. „Wir wollen nicht erst Angebote machen, wenn es schon zu spät ist.“ Doch auch Mitarbeiter mit medizinischer Indikation sind in besten Händen. Vor Ort können sie sich fachmännisch behandeln lassen. Fast wie in einem Reha-Zentrum. Das Ziel ist klar: „Wir wollen unsere Kollegen fit und gesund halten. Aber auch zeigen, dass wir uns um sie kümmern und ihre Arbeit wertschätzen“, betont Sandra Richter.

Training individuell

Wertschätzung bedeutet auch, auf die persön­lichen Bedürfnisse jedes Mitarbeiters einzu­gehen. Deshalb steht der Betreiber der Box,Tarik Bekrater, jedem Trainierenden als Ansprechpartner zur Verfügung. Und das an drei Tagen in der Woche. Der Trainer und Physiotherapeut führt ein Erstgespräch mit jedem Interessenten. Danach definiert er individuelle Ziele und entwickelt maßgeschneiderte Trainings­pläne. „Ein Service, den man längst nicht mehr in jedem Fitnessstudio bekommt.“

Motivation wecken

„Damit bietet Fit in a Box ideale Voraussetzungen für den sportlichen Einstieg. Danach hoffen wir, dass unsere Kollegen weitere Fitness­angebote des Airports nutzen“, erklärt Sandra Richter. Der flughafenweite Betriebssport oder die Fitnesskooperation Airport Aktiv zum Beispiel. „Überall am Flughafen werden Sport und Gesundheit großgeschrieben. Nicht nur bei der AGS“, schwärmt sie. „Wir sind nicht nur grüner, als man denkt, sondern definitiv auch sport­licher.“

 
 
Gemeinsam fit: Betriebssport
Bereits seit 1972 gibt es den kostenfreien Betriebs­sport am Hannover Airport. Angefangen hat es mit Volleyball, Fußball und Tischtennis. Später kamen auch Leichtathletik und Drachenboot hinzu. Im Jahr 2019 haben wir daneben noch folgende aktive Sportgruppen: Fit for Fun (Funktionstraining, ­Gymnastik usw.), Yoga und Badminton. Alle Sport­arten werden nach Dienstschluss von uns in der Sporthalle betrieben.

Peter Alpers, Leiter Entgelte und Vertragsmanagement

 

500 Mitarbeiter der AGS am Hannover Airport können Fit in a Box nutzen.

GRÜNER ALS SIE DENKEN – NACHHALTIGKEIT MIT NEUEM HORIZONT

In Deutschland leiden drei Viertel aller Berufstätigen unter Rückenschmerzen. Noch höher liegt der Anteil bei körperlich arbeitenden Menschen. Häufig kann Verletzungen jedoch durch präventives Training vorgebeugt werden. Wer seine Muskulatur stärkt, ist weniger verletzungsanfällig. Mit Fit in a Box lässt sich das Training einfach mit dem Arbeitsalltag der Mitarbeiter verbinden. Ein Beitrag der AGS – für mehr Gesundheit im Beruf und im Privatleben.

 

Sustainable Development Goal

 
WIR FÖRDERN DIE GESUNDHEIT UNSERER MITARBEITER

HAJ Hannover Marathon

 

Was?

  • Bereits seit fünf Jahren sponsern wir den HAJ Hannover Marathon.
  • Wir gestalten ihn so nachhaltig wie möglich und unterstützen jedes Jahr einen wechselnden Sozialpartner.

Wo?

  • in Hannover
  • Start und Ziel ist auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus.

Warum?

  • um uns regional zu engagieren und ein umweltschonendes Event mit sozialem Mehrwert zu veranstalten

NACHHALTIG AUF GANZER STRECKE

Am Tag des HAJ Hannover Marathon legt auch Jessica Krück so einige Kilometer zurück. Neben der Strecke. Denn sie trägt mit dazu bei, dass vor Ort alles läuft. Bereits seit 2015 sponsert der Hannover Airport den HAJ Hannover Marathon. Seitdem ist sie als Veranstaltungskauffrau an der Orga­nisation beteiligt.


Jessica Krück


 
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Der Startschuss fällt jedes Jahr im April – wann beginnt Ihr Vorbereitungsmarathon?

Ebenfalls im April. Denn jede Vorbereitung startet mit der Nachbereitung des letzten Events. Wir schauen uns an: Was ist gut gelaufen? Was muss im nächsten Jahr verbessert werden? Diese Learnings nimmt unsere Event-Agentur mit in die nächste Runde. Ab Mai geht sie dann in die Vorbereitung für das kommende Jahr. Für mich beginnt die heiße Phase etwa im Dezember. Dann setze ich quasi zum Schlussspurt an.

Warum ausgerechnet ein Marathon-Sponsoring?

Weil wir uns als Flughafen auch regional engagieren möchten. Wir verbinden zwar Hannover mit der Welt. Aber wir wollen auch Hannoveraner und Menschen aus der Region zusammenbringen. Mit dem HAJ Hannover Marathon gelingt uns das ganz gut. Denn der bewegt sprichwörtlich die ganze Stadt. Läufer werden von fremden Zuschauern angefeuert. Staffeln laufen Hand in Hand ins Ziel. Und Freiwillige versorgen die Athleten mit Wasser und Snacks. Kein anderes Event schafft so viel Zusammenhalt. Ganz nebenbei fördern wir natürlich auch die sportliche Betätigung. Wer im April an den Start geht, ­trainiert das ganze Jahr darauf hin.

Was bedeutet der HAJ Hannover Marathon für Hannover?

Er schweißt uns als Stadt zusammen. Denn was sich neben der Strecke abspielt, ist echt beeindruckend: An der Hildesheimer Straße verkaufen die Leute Kuchen. In den Schrebergärten nahe der Ricklinger Kiesteiche gibt es Drinks. Und in der List findet jedes Jahr das Voßfest statt. Außerdem hat der Marathon eine enorme Außenwirkung. Hannover kann sich präsentieren – auch international. Schließlich setzt sich das Starterfeld aus Läufern aus der ganzen Welt ­zusammen. Das verschafft Hannover ein natio­nales und internationales Medienecho. Image­arbeit für diese schöne Stadt.

Warum ist dem Hannover Airport Nachhaltigkeit dabei so wichtig?

Weil wir Hannover unterstützen wollen, nicht belasten. Es soll ein Event sein, hinter dem alle Hannoveraner stehen. Seit 2015 ist die Teilnehmerzahl jedes Jahr gestiegen. Und auch das freiwillige Engagement drum herum ist unge­brochen. Für uns ein Zeichen dafür, dass wir unseren Job gut machen. Doch Nachhaltigkeit bedeutet auch, umweltschonend zu agieren. ­ Hier geht es zum Beispiel um Müllvermeidung und Abfallmanagement. Aber auch um Energieeinsparungen und Lebensmittelweitergabe.

Wie gestalten Sie den Marathon ökologisch nachhaltig?

Wir setzen zum Beispiel auf Digital statt Print. Meldebestätigungen, Tickets für den öffentlichen Nahverkehr – das alles gibt es nur noch online. Plastikbecher sind sowieso ein No-Go. Trotzdem können wir Müll natürlich nicht vermeiden. Aber wir können ihn direkt bei der Entsorgung sortieren. Hier haben wir zusammen mit aha einen ­eigenen Wertstoffhof eingerichtet. Außerdem ­decken wir unseren Strombedarf zu 100 Prozent mit Ökostrom. Wir haben Lebensmittelabgabestellen eingerichtet, an denen Läufer übrig gebliebenes Essen aus der Ziel­verpflegung abgeben können. Und wir unter­stützen jedes Jahr einen wechselnden Sozialpartner aus der Region. ­2019 war das der Verein Selbsthilfe nieren­kranker Kinder und Jugend­licher e. V., 2020 ist das die gemein­nützige Verlags- und Vertriebs­gesellschaft mbH Asphalt. Sie gibt das gleich­namige Straßenmagazin heraus.

Wie profitiert Asphalt als Sozialpartner?

Wir bieten dem Magazin eine starke Plattform und bewerben es. Und das das ganze Jahr über. Zusätzlich spenden wir einen gewissen Betrag. Auch die Teilnehmer bekommen bei der Anmeldung die Möglichkeit dazu. Bislang kamen so jedes Jahr stolze Summen zusammen. Das zeigt uns: Es gelingt uns wirklich, die Menschen zu bewegen – nicht nur die Läufer auf der Strecke.

 
 

Buntes Starterfeld: Läufer aus 90 Nationen ...

... gingen 2019 in 8 verschiedenen Disziplinen an den Start.

Der bislang älteste Teilnehmer: 85 Jahre

Saubere Sache: 148 Müllcontainer standen zur Verfügung.

 

Top verpflegt:
20.000 Müsliriegel wurden verzehrt.

 

StraßenMagazin Asphalt

Redakteure schreiben, Bedürftige verkaufen: Seit 1994 erscheint das gemein­nützige Magazin in Hannover. Vertrieben wird es in ganz Niedersachsen. Und das mit einer Auflage von etwa 24.000 Stück.

GRÜNER ALS SIE DENKEN – NACHHALTIGKEIT MIT NEUEM HORIZONT